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Title: WÄHLT KANDIDATEN DER KPD
Authors: nicht ermittelbar
Creation Date: 14-Sep-1946
Description: Schwarzweiß-Grafik, abgedruckt rechts neben dem Kopf der "Hamburger Volkszeitung" (KPD-Organ für Hamburg und Umgebung) Nr. 48, Sonnabend 14. September 1946. Unten rechts die Künstlersignatur "W.". Die Grafik ruft die Leserinnen und Leser zur ersten Kommunalwahl in Schleswig-Holstein nach dem Krieg am 15.9.1946 auf. In einem redaktionellem Kommentar unter der Grafik schreibt die HVZ (Auszug): "Es ist nur zu bedauerlich, daß Millionen rechtschaffener Männer und Frauen vom Gebrauch ihres Wahlrechts ferngehalten sind. Allein in Schleswig-Holstein sind es Hunderttausende, denen als Flüchtlinge durch die Wahlbestimmungen das Wahlrecht vorenthalten ist. Vielen Wählern ist es außerdem versagt, ihre Stimme den Kandidaten der erprobten KPD zu geben, da die Aufstellung kommunistischer Kandidaten in 70 % aller Gemeinden unmöglich war. Die schweren Verluste der KPD unter dem blutigen Terror des Nazismus konnten in 10 Monaten wiedergewonnener Legalität nicht ausgeglichen werden. Aber auch der 12 Jahre lang im Banne des Nazismus gestandenen Bevölkerung wurde die Aufklärung nicht zuteil, die für das vollkommene Verständnis unserer Politik notwendig ist. (...) Nur für das Hamburger und Kieler Gebiet besteht eine kommunistische Zeitung mit beschränkter Auflage. (...) Zahlreiche Fälle von Behinderung unserer Wahlpropaganda sind der Tatsache zuzuschreiben, daß unbehelligt gebliebene Nazis besonders in den kleinen Gemeinden durch Drohung und Verleumdung, auch durch Maßregelung gegen Arbeiterfunktionäre ihr verbrecherisches Treiben fortsetzen können. Eine unverständliche Toleranz von Seiten der Militärbehörden gegenüber politisch belasteten Nazisten, die in Bürgermeisterposten, in Landtags- und Gemeindefunktionen bestellt wurden, hat der Reaktion großen Nutzen gebracht." Der Beitrag geht auch auf konkrete Fälle ein (Rickers und Harkensee), in denen es Altnazis gelungen war, in die Spitzen der Verwaltung einzudringen.
Spatial Coverage: Hamburg
Appears in Collections:Sammlung Arbeiterbewegung

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