Description:
Frauen und Männer auf einem Protestmarsch. Sie tragen Umhängetafeln mit der Aufschrift "Die antifaschistischen Widerstandskämpfer mahnen uns", mehrere Fahnen "Bund der Antifaschisten VVN" [Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes] und ein Spruchband mit der Aufschrift "Den Opfern des Naziterrors", "Aus der Geschichte lernen" und "Gemeinsam gegen rechts" sowie zwei Totenmasken ermordeter Widerstandskämpfer. ./. Als Anfang der 80er Jahre der Senat im Rahmen einer baulichen Gefängnissanierung auch das historische Torhaus am Suhrenkamp zu entsorgen gedachte, regte sich Widerstand im Stadtteil Fuhlsbüttel. Zur Zeit des deutschen Faschismus galt dieser Zugang zum berüchtigten KolaFu (Strafanstalten, Gestapo-Gefängnis und Konzentrationslager Fuhlsbüttel) für viele Hamburgerinnen und Hamburger als das "Tor zur Hölle". Fast 500 Inhaftierte wurden in dieser "staatlich konzessionierten Folterstätte" ermordet oder in den Tod getrieben. Die ersten Häftlinge und Opfer waren - wie überall im Hitlerreich - Kommunisten und andere couragierte Nazigegner. So bildete sich gegen die Beseitigung des Torhauses 1983 in Fuhlsbüttel und Langenhorn eine antifaschistische Bürgerinitiative. Am 27. Februar 1983 fand eine erste große, von der Bürgerinitiative und der VVN vorbereitete Demonstration gegen den Torhaus-Abriss statt. Der Marsch nahm seinen Ausgang beim Bahnhof Ohlsdorf und führte zum "Mahnmal für die Opfer der NS-Diktatur" auf dem Friedhof Ohlsdorf. Seinen Abschluss fand er in einer Kundgebung vor dem Torhaus am Suhrenkamp. Einer von 15 s/w-Fotoabzügen, alle datiert zum 27.2.1983.